G20: Wirtschaft mahnt Einigungsbereitschaft an

05.07.2017

Rund 60 CEOs und Präsidenten großer Wirtschaftsverbände wie der Internationalen Handelskammer (ICC) fordern die G20 auf, wirksame Maßnahmen zur Förderung der Globalisierung zu ergreifen. Insbesondere müsse es gelingen, Unstimmigkeiten vor allem in der Klima- und Handelspolitik beizulegen.

Die Unterzeichner der B20-Erklärung sind sich einig, dass die Globalisierung inklusives Wachstum und eine nachhaltige Entwicklung fördert. Allerdings seien gemeinsame Regeln und starke Institutionen wie die WTO notwendig, um sicherzustellen, dass die Globalisierung allen Nutzen bringt. Diese gelte es zu stärken, beispielsweise durch eine schnelle Implementierung des Abkommen über Handelserleichterungen (TFA), die Umsetzung weiterer Themen bei der nächsten WTO-Ministerkonferenz im Dezember 2017 wie Marktzugang und Investitionsschutz für Direktinvestitionen oder die Gestaltung der Regeln im digitalen Handel und im Internet.

Die Unterzeichner fordern die G20 auf, ihre Unstimmigkeiten zu überwinden und auf dem G20-Gipfel in Hamburg diese Woche eine entschlossene Führung zu demonstrieren. Ein Bekenntnis zu einem offenem und handelsbasierten Handelssystem und gegen Protektionismus sei notwendig.

Die globale Wirtschaft fordert zudem ein klares Signal von der G20 im Bereich Klimaschutz und zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens: "Der Klimawandel stellt eine der größten Risiken für eine nachhaltige Entwicklung dar". So wurde von der B20 auch die Schaffung einer G20 Carbon Pricing-Plattform vorgeschlagen. Dies umfasst die Entwicklung eines globalen Preismechanismus für Treibhausgasemissionen und den stufenweisen Abbau ineffizienter Subventionen für fossile Brennstoff.

Die B20 ist ein integraler Teil des G20-Prozesses und vertritt in diesem die Wirtschaft aus den G20-Staaten. Aufgabe der B20 ist es, die G20 durch konkrete Handlungsempfehlungen, konsolidierte Interessenvertretung und Expertise zu unterstützen. Zu den Unterzeichnern des nachfolgenden Aufrufs gehören 58 CEOs und Präsidenten der Unternehmensverbände wie ICC, BDI und DIHK, Vorsitzende und Mitvorsitzende der B20 Taskforces sowie Mitglieder des B20 Business Advisory Caucus.

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