HK Hamburg gewinnt ICC-Weltkammerpreis

22.09.2017

Der Weltkammerpreis der Internationalen Handelskammer (ICC) geht an die Handelskammer Hamburg. Ihr „6-Punkte-Plan zur Integration von Flüchtlingen“ wurde als weltbestes Bildungsprojekt ausgezeichnet. Auf dem 10. Weltkammerkongress in Sydney erhielt das Projekt im Rahmen der diesjährigen „World Chambers Competition“ den Zuschlag in der Kategorie „Best Education and Training Project“.

Hamburg setzte sich gegen die Final-Mitbewerbern aus der Türkei und Kanada durch. Der Preis wird alle zwei Jahre von der World Chambers Federation der ICC ausgelobt. Handelskammer-Präses Tobias Bergmann sprach allen Projektbeteiligten seine Anerkennung aus: „Die Handelskammer freut sich und ist stolz auf diese Auszeichnung. Meine Gratulation gilt ganz besonders den vielen Kammermitarbeitern, die sich mit ihrem Einsatz und Ideenreichtum um das Projekt verdient gemacht haben. Wir fühlen uns bestärkt und werden das Engagement fortführen – im Interesse der Geflüchteten und der Mitgliedsunternehmen.“

Die Handelskammer hatte den „6-Punkte-Plan“ Ende 2015 ins Leben gerufen, um Geflüchteten Wege in Ausbildung und Arbeit zu ebnen. Seitdem haben sich bei inzwischen sieben erfolgreichen Marktplatzveranstaltungen insgesamt 6.000 Flüchtlinge und 300 Unternehmen getroffen. Begleitend hat die Kammer unter Anderem Bewerbertrainings und Kompetenzfeststellungen durchgeführt und mit einer Informationskampagne bei Mitgliedsunternehmen und Flüchtlingen für gemeinsame Wege geworben. Rund 600 Flüchtlinge konnten so bislang in eine Ausbildung, rund 300 in Beschäftigung vermittelt werden.

Auch in politischer Hinsicht hat sich dabei etwas getan: So hat die Handelskammer auf der Grundlage ihrer Erfahrungen im Projekt Vorschläge zur Änderung der Gesetzgebung unterbreitet – etwa im Hinblick auf die „3+2“-Regelung, mit der jungen Flüchtlingen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus die Beendigung ihrer Ausbildung und der Übergang in Beschäftigung garantiert wird.

Die Jury hob in ihrer Begründung die „Entschlossenheit und die Effektivität“ hervor, mit der die Handelskammer „beispielgebend für andere“ auf die Herausforderungen des Flüchtlingsstroms reagiert und Lösungen entwickelt habe, die Flüchtlingen und Unternehmen nützten. Der vormalige Kammer-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, der nach wie vor Mitglied des Executive Committee der ICC ist und für die Kammer vor Ort in Sydney war, präsentierte das Projekt im Wettbewerb und nahm den Preis vor über 1.000 Kongresseilnehmern aus 120 Ländern entgegen. Schmidt-Trenz, zugleich Mitinitiator des ausgezeichneten Projekts: „Unser Engagement war und ist ein Gebot der Menschlichkeit und der gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen im Zeitalter globaler Mobilität.“

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