Schiedsgerichtshof mit Rekordzahlen für 2016

23.01.2017

Der Internationale Schiedsgerichtshof der ICC (Internationale Handelskammer) vermeldet mit insgesamt 966 im Jahr 2016 neu eingereichten Schiedsfällen einen Höchststand in der 94-jährigen Geschichte der weltweit führenden Schiedsinstitution.

Laut einer vorläufigen Statistik wurden 2016 insgesamt 966 neue Schiedsfälle beim ICC-Schiedsgerichtshof eingereicht. An den Verfahren waren 3.099 Rechtsparteien aus 137 Ländern beteiligt. Diese Rekordzahlen untermauern die weltweite Führungsposition des ICC-Schiedsgerichtshofes und verdeutlichen die zunehmende Verbreitung der Streitbeilegungsdienste der Internationalen Handelskammer.

In den letzten Jahren ist es dem Schiedsgerichtshof gelungen, die Verbreitung der Schiedsgerichtsbarkeit besonders in den Amerikas und in Asien voranzutreiben. Es wurden Niederlassungen des Courts in Hongkong, Shanghai und New York gegründet, um der wachsenden Bedeutung dieser Märkte Rechnung zu tragen.

 

Mehr Parteien aus Lateinamerika

Die Statistiken für 2016 verweisen auf eine 15%ige Steigerung bei der Anzahl von beteiligten Parteien aus lateinamerikanischen Ländern im Vergleich zum Vorjahr. Brasilien rangiert mit 123 Parteien auf dem dritten Platz weltweit, Mexiko ist mit 105 Parteien erstmalig unter den Top 5 weltweit vertreten.

 

Rekordzahlen für Asien und Afrika

Die stärkere Präsenz der ICC seit Beginn des letzten Jahres zeigt  sich auch in den Zahlen für Süd- und Ostasien. Hier ist mit einer Steigerung um 22 Prozent bei den Beteiligungszahlen der Parteien eine deutliche Zunahme zu verzeichnen. Besonders stark war Korea mit 82 Parteien vertreten. Die Bedeutung der ICC-Schiedsgerichtsbarkeit nimmt auch in Nord- und Subsahara-Afrika weiterhin zu, beide Regionen weisen eine Zunahme von beteiligten Parteien um rund 50 Prozent auf. Trotz zunehmenden Marktwettbewerbs erreichen auch Nigeria und die Türkei neue Statistikrekorde mit 30 bzw. 76 Streitparteien.

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