ICC und UNICEF für eine bessere Post-Corona-Welt

31.07.2020

Die Internationale Handelskammer (ICC) und UNICEF haben einen Aufruf zur verstärkten Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor publiziert, um die Reaktion auf COVID-19 zu stärken und einen widerstandsfähigen und nachhaltigen Wiederaufbau nach der Pandemie zu ermöglichen.

Die gemeinsame Erklärung mit dem Titel "Reimagining the World We Need" (Die Welt neu erfinden, die wir brauchen) nutzt das jeweilige Fachwissen der Organisationen in den Bereichen Wirtschaft und Kinderrechte, um eine gemeinsame Vision zur Bewältigung der wirtschaftlichen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen von COVID-19 zu formulieren. Zu diesem Zweck haben ICC und UNICEF acht konkrete Bereiche herausgearbeitet, in denen durch eine verstärkte öffentlich-private Zusammenarbeit eine gerechtere, gesündere und wohlhabendere Welt für alle gewährleistet werden kann.

Aufruf zum Handeln

Bei der Ankündigung des gemeinsamen Aufrufs sagte ICC-Generalsekretär John W.H. Denton AO:

"Die COVID-19-Krise erfordert eine Reaktion, die die öffentlich-private Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellt. Wir werden nur dann erfolgreich sein, wenn wir die schlimmsten Auswirkungen der Pandemie mildern können, wenn wir das traditionelle Silodenken durchbrechen und Partnerschaften schmieden, die in der Lage sind, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, Arbeitsplätze zu schützen und Familien zu unterstützen. Unsere Forderung nach globaler Zusammenarbeit zum Schutz von Leben und Existenzgrundlagen ist nicht nur ein moralisches Argument - in einer vernetzten Wirtschaft wird es keine Erholung von COVID-19 geben, wenn wir nicht zusammenarbeiten, um alle und überall zu schützen".

Durch die wachsende Besorgnis über die beschleunigte Ausbreitung des Virus in mehreren Regionen und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie - die, wenn keine wirksamen Maßnahmen ergriffen werden, voraussichtlich zu weit verbreiteten Geschäftsschließungen führt und schätzungsweise 86 Millionen Kinder in diesem Jahr in Armut stürzen wird.

Globale Solidarität

In diesem Zusammenhang enthalten die Empfehlungen unter anderem die Forderung nach der sofortigen Abschaffung von Zoll- und Exportbeschränkungen für alle Waren, die zur Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie benötigt werden - wobei die beiden Organisationen betonen, dass unbedingt sichergestellt werden muss, dass COVID-19-Diagnostika, -Behandlungen und -Impfstoffe für alle und überall verfügbar sind.

UNICEF Executive Director, Henrietta Fore sagte:

"UNICEF und die ICC fordern den öffentlichen und privaten Sektor auf, Systeme und Volkswirtschaften neu zu überdenken und wieder aufzubauen, die allen zugutekommen, auch den ärmsten und verletzlichsten Kindern und Familien. Niemand kann dies allein tun, und wir brauchen mehr denn je globale Solidarität, um besser zurück zu bauen".

Chancen einer engeren Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor

Der Aufruf zum Handeln skizziert auch andere Möglichkeiten, darunter:

  • die Ausweitung familienfreundlicher Arbeitsplatzpolitiken;
  • die Entwicklung von Konjunkturmaßnahmen, die die Unterstützung in die Realwirtschaft lenken;
  • die Stärkung der Dienste für psychische Gesundheit und sozialen Schutz;
  • die Ausweitung von Programmen zur Arbeitsbereitschaft;
  • die Neuausrichtung der Schulbildung, um allen Kindern weitere Lernmöglichkeiten zu ermöglichen.

 

In den kommenden Monaten werden die ICC und UNICEF, geleitet von diesen acht Empfehlungen, eng zusammenarbeiten, um die Kooperation zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor auf globaler Ebene und über ihre jeweiligen Netzwerke zu stärken.

Um den vollständigen Aufruf zum Handeln zu lesen, folgen Sie dem Link https://iccwbo.org/publication/icc-and-unicef-call-to-action-reimagining-the-world-we-need/

Ansprechpartner

Regina Karakina

Fon: +49 (0) 30 - 200 7363 40

Regina.Karakina@iccgermany.de

@ICC_Germany

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