Internationale Wirtschaft reagiert als Einheit auf die Corona-Pandemie

29.04.2020

Globale Herausforderungen erfordern globale Lösungen. Dies zeigt sich insbesondere in Zeiten einer Pandemie. Als Antwort auf die Krise einigte sich die internationale Wirtschaft - B20, Global Business Coalition, ICC und Business at OECD - sowie die G7 und G20 auf gemeinsame Erklärungen und Initiativen. Im Rahmen mehrerer Erklärungen erarbeitete die Global Business Coalition (GBC) eine Reihe von Empfehlungen zur Stabilisierung des Welthandels und der globalen Lieferketten.

In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Mitglieder der GBC Maßnahmen zur Linderung der Auswirkungen der Pandemie auf globale Lieferketten. Die GBC bekräftigt die entscheidende Rolle der Luftfrachtindustrie, welche sicherstellt, dass zeitkritische Lieferungen zur medizinischen Versorgung sicher und rechtzeitig ihr Ziel erreichen. Die GBC setzt sich zudem für einen globalen Standard für Beschäftigte im Luftverkehr ein, um die grenzüberschreitende Arbeit während der Krise reibungslos gewährleisten zu können.

Eine weitere Erklärung der GBC richtete sich an die G20 und enthält grundlegende Empfehlungen zur Überwindung der Corona-Krise. Dieses Maßnahmenpaket sollte zwar auf die nationalen Gegebenheiten eines jeden Staates angepasst sein, doch sollten sich die G20 weiterhin gegenseitig informieren und ihre geplanten Schritte miteinander abstimmen. Der Maßnahmenkatalog umfasst:

  • vorübergehende Steuergutschriften,
  • kurzfristige Maßnahmen zur Sicherung der finanziellen Liquidität von Unternehmen
  • und Maßnahmen zur Stabilisierung von Finanzinstitutionen und der Finanzmärkte

In einer dritten gemeinsamen Erklärung legte die GBC den Schwerpunkt auf die globalen Wertschöpfungsketten, insbesondere im medizinischen Bereich. Dabei forderte sie Maßnahmen, um globale Lieferketten lebensrettender Produkte und Dienstleistungen sowie deren freien Warenverkehr zu gewährleisten. Internationale Koordination bleibt auch in diesem Fall unverzichtbar. Konkret setzt sich die GBC für Folgendes ein:

  • Maßnahmen zur Schaffung von Anreizen für die lokale Produktion und Kapazitätssteigerungen,
  • Erleichterungen für die freiwillige Zusammenarbeit beim Technologie- und Wissenstransfer,
  • Stärkung der internationalen Zusammenarbeit für Investitionen,
  • und Einberufung eines Rates mit Vertretern von Regierungen, multilateralen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und der Industrie, um die globale Versorgung von relevanten Produkten und Dienstleistungen zur Bekämpfung der Corona-Krise zu sichern.


Ansprechpartnerin

Dr. Katrin Rupprecht

Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fon: +49 (0) 30 - 200 7363 20

katrin.rupprecht@iccgermany.de

@ICC_Germany

Follow us