Piraterie im Golf von Guinea steigt an

10.04.2018

Laut einem heute veröffentlichten Bericht des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) der Internationalen Handelskammer (ICC) sorgen bewaffnete Angriffe und Überfälle auf Schiffe in westafrikanischen Gewässern für eine Zunahme der globalen Piraterie.

So wurden im ersten Quartal 2018 insgesamt 66 Fälle von Seepiraterie registriert. 2017 gab es im Vergleichszeitraum 43 Angriffe und 2016 genau 37 Pirateriemeldungen.

Weltweit wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 100 Seeleute als Geiseln genommen und 14 von ihren Schiffen entführt. Insgesamt enterten Piraten im ersten Quartal 39 Schiffe, beschossen 11 und entführten vier Schiffe. In zwölf Fällen konnten sie abgewehrt werden.

Regional gesehen ereigneten sich im Golf von Guinea vor der Westküste Afrikas 29 der Angriffe, dies waren mehr als vierzig Prozent der global registrierten Vorfälle. Mit Ausnahme von einer Person wurden alle Seeleute dort als Geisel genommen oder entführt. 

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Das 1991 gegründete Piracy Reporting Centre (PRC) des International Maritime Bureau (IMB) ist 24 Stunden am Tag erreichbar und stellt der Schifffahrtsindustrie, den Regierungen und Behörden zeitnahe und transparente Daten über bewaffnete Raubüberfälle zur Verfügung, die ihr von Kapitäne und Reeder direkt gemeldet werden. Alle Angriffe sind auch auf der IMB Piracy Live Map vermerkt.

Ansprechpartnerin

Dr. Katrin Rupprecht

Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fon: +49 (0) 30 - 200 7363 20

katrin.rupprecht@iccgermany.de

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