Q3-Zahlen: Weniger Piratenangriffe

15.10.2019

Laut einem heute veröffentlichten Bericht des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) der Internationalen Handelskammer (ICC) sanken die Pirateriezahlen für das dritte Quartal 2019 im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2018.

Insgesamt wurden 119 Piratenangriffe und bewaffnete Überfälle an das IMB Piracy Reporting Centre (IMB PRC) gemeldet, verglichen mit 156 Vorfällen für den gleichen Zeitraum 2018. In den ersten neun Monaten wurden 95 Schiffe geentert, 10 Schiffe beschossen, 10 Angriffe erfolgreich abgewehrt und vier entführt.

Die Zahl der in den ersten neun Monaten als Geiseln genommenen Besatzungsmitglieder ist von 112 im Jahr 2018 auf 49 im Jahr 2019 zurückgegangen. Während die Gesamtzahl der Vorfälle gesunken ist, bleiben die Angriffe mit Waffen und Messern konstant. So gab es 24 Messerangriffe und 35 Vorfälle, bei denen Schusswaffen zum Einsatz kamen, verglichen mit 25 und 37 in den ersten neun Monaten des Jahres 2018. Diese Statistiken bestätigen die Bedenken des IMB hinsichtlich der anhaltenden Bedrohungen für die Sicherheit von Seeleuten.

Küste vor Westafrika bleibt Hochrisikogebiet
Der Golf von Guinea bleibt ein Hochrisikogebiet für Piraterie und bewaffnete Raubüberfälle. Auf die Region entfallen 86 Prozent der als Geiseln genommenen Besatzungen und fast 82 Prozent der Entführungen von Besatzungen weltweit. Zum IMB/PRC Das 1991 gegründete Piracy Reporting Centre (PRC) des International Maritime Bureau (IMB) ist 24 Stunden am Tag erreichbar und stellt der Schifffahrtsindustrie, den Regierungen und Behörden zeitnahe und transparente Daten über bewaffnete Raubüberfälle zur Verfügung, die ihr von Kapitänen und Reedern direkt gemeldet werden.

Alle Angriffe sind auch auf der IMB Piracy Live Map vermerkt

Weitere Informationen:
Pottengal Mukundan Director, IMB
Tel: +44 20 7423 6960
Email: pmukundan@icc-ccs.org

Ansprechpartnerin

Dr. Katrin Rupprecht

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