Uniform Rules for Forfaiting (URF 800)

Der Ankauf von Forderungen (Forfaitierung) ist ein klassisches Instrument der Exportfinanzierung und deckt weltweit ein Handelsvolumen von jährlich mehr als 300 Milliarden Dollar ab. Die ICC hat in Kooperation mit der International Forfaiting Association (IFA) einheitliche Regeln erarbeitet, die 2013 in Kraft getreten sind. Die Regeln gelten sowohl für den Primär- als auch für den Sekundärmarkt. Mit dem Regelwerk können Unternehmen ihre Exportfinanzierung einheitlich und transparent abwickeln. Um die Anwendung zu erleichtern, werden die URF 800 durch Mustervereinbarungen ergänzt.

Geltungsbereich Primär- und Sekundärmarkt

Üblicherweise wird im Forfaitierungsgeschäft auf einen Regress gegen den Verkäufer verzichtet. Damit Forderungen, die in den Markt gelangen, dennoch eine hinreichend belastbare Geschäftsbasis bieten, sehen die URF bestimmte Absicherungen vor. Dazu gehört, dass alle Parteien - sowohl im Primär- als auch im Sekundärmarkt - für bestimmte grundlegende Mängel einzustehen haben, zum Beispiel für eine fehlende Vertretungsmacht des Käufers oder Verkäufers bei der Unterzeichnung des Vertrages.


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