1 November 2021

12 November 2021

09:00

Glasgow

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Regina Karakina

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über die Veranstaltung

  • UN-Klimakonferenz - COP 26

Berlin, 29. Oktober 2020 – Am kommenden Montag startet die UN-Konferenz (COP26) in Glasgow, bei der die Staatengemeinschaft bis zum 12. November 2021 über mehr Anstrengungen im Klimaschutz verhandelt. Zu den wichtigsten Zielen der Konferenz gehören ehrgeizigere globale Ziele bei der Verringerung der Treibhausgase sowie die Verstärkung der weltweiten Anstrengungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und zur Finanzierung von Klimamaßnahmen. Ferner soll über das „Regelwerk“ des Übereinkommens von Paris verhandelt werden.

„Die Rolle der Wirtschaft bei der Erreichung der Minderungsziele ist essenziell. Die Unternehmen sind bereit, ihren Beitrag zu leisten. Klimaschutz ist global und daher ist es wichtig, dass Länder und Unternehmen ihre Emissionsreduktionen sowohl im eigenen Land als auch weltweit umsetzen können“, sagt Holger Bingmann, Präsident von ICC Germany: „Dafür notwendig ist die Einführung grenzüberschreitender Märkte für Treibhausgasemissionen und insbesondere von Kohlenstoffmärkten. Die Staatengemeinschaft muss sich ein gemeinsames Regelwerk zur Umsetzung von Artikel 6 des Pariser Abkommens einigen“. Die ICC hat als offizieller Focal Point der Wirtschaft gegenüber dem UN-Klimasekretariat ein Positionspapier mit konkreten Vorschlägen vorgelegt.

„Wir benötigen zusätzliche Zusagen für Reduktionsziele – auch von Ländern, die bislang noch nicht geliefert haben“, so Bingmann. „Dies gilt auch für China, das das Erreichen der Klimaneutralität bis 2060 angekündigt hat und mittlerweile über eine hohe technologische Kompetenz verfügt. Wir brauchen ein klares Bekenntnis der chinesischen Regierung und einen detaillierten Maßnahmenplan“, so Bingmann. Laut einem aktuellen UN-Report haben bislang nur einige Mitgliedstaaten ihre CO2-Minderungszusagen – Nationally Determined Contributions (NDCs) – seit 2015 erneuert und verschärft. Die aktuellen Zusagen auf der Grundlage des Jahres 2010 würden nur eine CO2-Reduktionsminderung um 16 Prozent bis 2030 bedeuten. Nach Berechnungen des Weltklimarates müsste die Minderungsrate bis 2030 für das zwei Grad-Ziel mit 25 Prozent sehr viel höher ausfallen. Für das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels wäre sogar eine Reduktion um 45 Prozent nötig. China hat jüngst, im Vorfeld der UN-Klimakonferenz Cop 26 seinen aktualisierten nationalen NCD-Beitrag veröffentlicht.

„Neben weiteren Fortschritten bei den NDCs und dem Regelwerk für Artikel 6 des Pariser Abkommens ist die Bereitstellung von Klimafinanzierungsmitteln für Entwicklungsländer ein wichtiges Thema für die Staatengemeinschaft. Die Industrieländer müssen das 2009 in Kopenhagen gemachte Versprechen, Entwicklungsländer ab 2020 mit 100 Milliarden Dollar jährlich zu unterstützen, umsetzen“, so Bingmann. Bislang fehlen noch 20 Milliarden US-Dollar. Neben direkten staatlichen Zahlungen werden auch die privaten Investitionen in Klimaschutzprojekte eingerechnet.

Als Focal Point der Wirtschaft bei der UNFCCC veranstaltet die ICC eine mehrtägige virtuelle Klimakonferenz „Make Climate Action Everyone’s Business Forum“ mit Vertretern und Vertreterinnen aus Regierungen und Wirtschaft zu Klimafragen. Neben klassischen Diskussionsformaten werden auch virtuelle Networking-Events angeboten. Zur Veranstaltungswebseite >>

Hier geht es zur offiziellen COP-Seite unter UK-Vorsitz: https://ukcop26.org/ 

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