Compliance in der Lieferkette

21.12.2016

Anlässlich des Internationalen UN-Antikorruptionstages veranstaltete ICC Germany am 9. Dezember 2017 gemeinsam mit der Allianz für Integrität, dem Deutschen Global Compact Netzwerk und dem Deutschen Institut für Compliance (DICO) eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Compliance im Unternehmen. Von der Mitarbeiterschulung zur Lieferkette“.

Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Medien diskutierten im GIZ-Haus in Berlin. Korruptionsprävention kommt nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern auch beim Lieferkettenmanagement eine wichtige Bedeutung zu. Diskutiert wurden auch praktische Herausforderungen, wie Compliance im Unternehmen und in der Lieferkette gezielt gefördert werden kann, beispielsweise durch Compliance Management-Systeme, eine entsprechende Compliance-Kultur sowie Trainings und Fortbildungen. Dabei wurden auch die unterschiedliche Ausgangslage von Großunternehmen und dem Mittelstand berücksichtigt sowie Praxisbeispiele aus dem Lieferkettenmanagement vorgestellt.

Interessierte können die Veranstaltung über Web-TV abrufen. Zum Link  >>

Noor Naqschbandi, Leiter der Allianz für Integrität begrüßte die 80 Teilnehmer zur Eröffnung der Konferenz. Unter der Moderation von Dr. Christoph Klahold, Chief Compliance Officer der thyssenkrupp AG, diskutierten in der anschließenden Podiumsdiskussion Dr. Christa Dürr, Projektleitung Lieferketten, Transparency International Deutschland e.V., Oliver Wieck, Generalsekretär der Internationalen Handelskammer (ICC) in Deutschland, Dr. Julia Sommer, Senior Legal Council bei Siemens, Meinhard Remberg, Generalbevollmächtigter der SMS group sowie Prof. Dr. Bartosz Makowicz vom Viadrina Compliance Center an der Europa Universität Viadrina über die Entwicklung und die Erfolge von Korruptionspräventionsmaßnahmen in den letzten Jahren sowie die Möglichkeiten der Optimierung und Förderung der Korruptionsprävention in der Zukunft.

Nach der Podiumsdiskussion standen den Teilnehmern drei Workshops zur Auswahl. In der ersten Gruppe, die von Meinhard Remberg, Generalbevollmächtigter, SMS group und Jan Hansen, Leiter Compliance Strategy & Risk, Siemens AG, geleitet wurde, gaben die beiden Referenten Einblicke in die jeweiligen Compliance Strukturen in ihren Unternehmen und gaben den Teilnehmern einen anschaulichen Vergleich, was Großkonzerne und der Mittelstand in ihren Compliance Anstrengungen gemeinsam haben und welche Mindestanforderungen an ein Compliance System im Mittelstand gestellt werden sollten.

Der zweite Workshop, der von Christian Müller, Global Compliance Officer, SAP SE und Mariela Di Bartolomeo, Risk & Compliance Coordinator, OLX & Letgo Global Classifieds aus Mexiko geleitet wurde, vermittelte den Teilnehmern einen Überblick über die Implementierung einer Compliance Kultur im Unternehmen. Ein Schwerpunkt, der von den Teilnehmern diskutiert wurde, war die Schaffung eines Bewusstseins für das Thema Compliance im Unternehmen.

Der dritte Workshop, der von Bruni Rose von der incompliance GmbH und Florian Lair von der Allianz für Integrität geleitet wurde, befasste sich mit der Frage, wie Angestellte und vor allem Lieferanten durch Trainings in Compliance geschult werden können.

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Dr. Jürgen Janssen, Leiter vom Bündnis für nachhaltige Textilien, in seiner Rede die Ziele des Bündnis vor und betonte im Besonderen die Bedeutung von individueller Verantwortung, gemeinsamen Engagements und gegenseitiger Unterstützung.

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