Handelsfinanzierung 2019 mit Szenario-Berechnungen zu Covid-Auswirkungen

07.05.2020

Im Jahr 2019 ging das globale Handelsvolumen auch in Folge des Handelskonflikts zwischen den USA und China um rund zwei Prozent zurück. Die aktuelle Studie der Bankenkommission der Internationalen Handelskammer (ICC) zu den Risiken der Handelsfinanzierung zeigt auch, dass die Nachfrage nach Produkten der Handelsfinanzierung in unsicheren Zeiten gestiegen ist.

Der jährliche Bericht, der in diesem Jahr erstmals Daten aus einem Zehn-Jahreszeitraum zwischen 2008 und 2018 berücksichtigt, kommt zu dem Ergebnis, dass die Risiken der Handelsfinanzierung über alle Produkte und Regionen hinweg niedrig sind. Die Ausfallraten liegen für Dokumentenakkreditive im Importgeschäft bei durchschnittlich 0,36%, für Dokumentenakkreditive im Export bei 0,04%, für Kredite für das Im- und Exportgeschäft bei 0,73% und für Leistungsgarantien bei 0,45%.

Szenario-Berechnungen zu Covid-Auswirkungen
Für den Bericht hat die ICC gemeinsam mit der Boston Consulting Group (BCG) Szenarien über die potenziellen Auswirkungen von COVID-19 auf den Handel durchgespielt. Danach muss in diesem Jahr mit einem Rückgang des Welthandels zwischen 11 Prozent bis 30 Prozent gerechnet werden. Weiterhin muss damit gerechnet werden, dass weltweit die Kreditrisiken und die Zahlungsausfälle weiter zunehmen werden. Auch hier gehen die Forscher davon aus, dass die Handelsfinanzierung angesichts ihrer historisch starken Performance besser abschneiden wird als andere Finanzierungsformen.

In der nächsten Ausgabe des Berichts sollen die Auswirkungen von COVID-19 auf das Risikoprofil der Handelsfinanzierung als Anlageklasse untersucht werden.

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