Die Studie analysiert die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Unsicherheit auf Unternehmensinvestitionen in zehn wichtigen Volkswirtschaften, darunter Brasilien, Kanada, China, Indien, Japan, Mexiko, Südkorea, das Vereinigte Königreich, die USA sowie die vier größten EU-Volkswirtschaften (Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien).

Im Jahr 2025 erreichte die wirtschaftspolitische Unsicherheit ein historisches Hoch und lag zeitweise beim 3,5-Fachen ihres langfristigen Durchschnitts. Damit übertraf sie sowohl die Werte während der globalen Finanzkrise 2008/09 als auch zu Beginn der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 deutlich. Hauptursache war eine besonders volatile Handelspolitik, insbesondere das im April 2025 angekündigte „Liberation Day“-Zollpaket. In der Folge verlangsamte sich das Wachstum der globalen Investitionen auf lediglich 0,4 Prozent – weniger als ein Viertel des möglichen Wachstums ohne diesen Unsicherheitsschock.

Für das Jahr 2026 zeigt die Analyse eine große Bandbreite möglicher Entwicklungen. Zwischen den Szenarien ergibt sich eine Investitionslücke von bis zu 630 Milliarden US-Dollar. Sollte die Unsicherheit weiter zunehmen, könnte das globale Investitionsvolumen um zusätzliche 2,7 Prozent beziehungsweise rund 380 Milliarden US-Dollar zurückgehen. Bei größerer politischer Klarheit hingegen könnten die Investitionen um 1,8 Prozent steigen – ein Zuwachs von etwa 252 Milliarden US-Dollar.

Oliver Wieck, Generalsekretär von ICC Germany, betont: „Kein Land ist vollständig gegen die Folgen wirtschaftspolitischer Unsicherheit gefeit. Klare, verlässliche und konsistente wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sind daher entscheidend, um Investitionen zu fördern und nachhaltiges Wachstum zu sichern.“

Die Studie ist hier abrufbar.

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Birte.Grages[at]iccgermany.de