Wir stellen vor:

Das ICC Germany-Magazin Nr. 22!

In der aktuellen Ausgabe Frühjahr/Sommer 2026 beleuchten wir die Entwicklungen, die den internationalen Handel und die globale Wirtschaft derzeit prägen. Im Fokus stehen Beiträge zu Handelspolitik, internationalen Handelsbeziehungen und Nachhaltigkeit – Themen, die Unternehmen weltweit zunehmend beschäftigen. Im „Spotlight Großbritannien“ werfen wir einen Blick auf wirtschaftliche Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Geschäftspraxis. Darüber hinaus widmen wir uns der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit und ihrer Bedeutung für verlässliche und stabile grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen. Jetzt als E-Paper lesen.

Aktuelle Beiträge aus Magazin Nr. 22

Handelspolitik in stürmischen Zeiten

Geopolitische Spannungen, neue Handelsbarrieren und wachsende wirtschaftliche Unsicherheiten verändern die Rahmenbedingungen des internationalen Handels grundlegend. Der Beitrag beleuchtet, wie Europa auf diese Entwicklungen reagieren und seine Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld sichern kann. Im Fokus stehen die Bedeutung offener Märkte, strategischer Partnerschaften und neuer Handelsabkommen als Antwort auf globale Herausforderungen. Gleichzeitig wird deutlich, warum eine starke regelbasierte Handelsordnung und internationale Zusammenarbeit wichtiger sind denn je. Ein aktueller Blick auf die Zukunft der europäischen Handelspolitik.
Lesen Sie hier den vollständigen Artikel von Bernd Lange (Mitglied des Europäischen Parlaments).

Revitalising the multilateral trading system:
A business imperative

Der regelbasierte Welthandel steht unter Druck: Geopolitische Spannungen, zunehmender Protektionismus und neue Handelsbarrieren stellen das multilaterale Handelssystem vor große Herausforderungen. Der Beitrag zeigt auf, warum eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO) aus Sicht der internationalen Wirtschaft dringend erforderlich ist und welche Risiken eine weitere Fragmentierung des Welthandels mit sich bringt. Im Fokus stehen die Bedeutung verlässlicher globaler Regeln, die Stärkung internationaler Zusammenarbeit und die Modernisierung des Handelssystems für das digitale Zeitalter. Ein Plädoyer für eine zukunftsfähige Handelsordnung als Grundlage für Wachstum, Investitionen und wirtschaftliche Stabilität. Weiter zum Artikel von John W.H. Denton AO (International Chamber of Commerce).

Fragmentierung als Chance: Wie deutsche Unternehmen die neue Handelsarchitektur für sich nutzen können

Die Fragmentierung des Welthandels wird häufig als Risiko wahrgenommen – sie kann aber auch neue Chancen eröffnen. Während geopolitische Spannungen und Handelskonflikte bestehende Lieferketten unter Druck setzen, entstehen durch neue Freihandels- und Investitionsabkommen attraktive Alternativen für internationale Geschäftsaktivitäten. Von Vietnam bis in die Golfregion entwickeln sich neue Handels- und Produktionszentren, die Unternehmen strategische Vorteile verschaffen können. Entscheidend ist, die veränderten Rahmenbedingungen frühzeitig zu erkennen und die neue Handelsarchitektur gezielt für Wachstum und Resilienz zu nutzen. Weiter zum vollständigen Artikel von Max Stein & Paul Zschunke (Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP).

Wettbewerbsfähigkeit stärken: EU setzt auf vereinfachte unternehmerische Sorgfaltspflichten und Nachhaltigkeitsregeln

Die EU treibt den Bürokratieabbau voran und hat mit dem ersten Omnibus-Paket umfassende Vereinfachungen bei Nachhaltigkeitsberichterstattung und Sorgfaltspflichten auf den Weg gebracht. Deutlich höhere Schwellenwerte sollen künftig die Zahl der unmittelbar betroffenen Unternehmen reduzieren und den Verwaltungsaufwand senken. Gleichzeitig bleiben die Anforderungen an menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfalt entlang globaler Wertschöpfungsketten bestehen und werden auch künftig viele Unternehmen indirekt betreffen. Welche Änderungen auf Unternehmen zukommen und welche Auswirkungen die Reformen auf Compliance, Berichterstattung und Lieferketten haben, zeigt ein Blick auf die wichtigsten Neuerungen der EU-Nachhaltigkeitsregulierung. Weiter zum vollständigen Artikel von Annika Böhm & Natascha Waltke (DIHK).

Greenwashing im Fokus:
Die UWG-Reform 2026 setzt klima- und umweltbezogenen Werbeaussagen neue Grenzen – ein Überblick

Neue Vorgaben der EU setzen Nachhaltigkeits- und Klimawerbung künftig deutlich engere Grenzen. Mit der Reform des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb werden die Anforderungen an Umweltversprechen verschärft und kompensationsbasierte Aussagen wie „klimaneutral“ weitgehend untersagt. Unternehmen müssen ihre Nachhaltigkeitsaussagen künftig fundiert belegen und deutlich transparenter kommunizieren. Gleichzeitig wirft die neue Rechtslage die Frage auf, ob der Kampf gegen Greenwashing unbeabsichtigt zu mehr Zurückhaltung bei der Kommunikation tatsächlicher Umweltleistungen führen könnte. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel von Jan Henning Buschfeld
(Mayer Brown).

Urteilsvollstreckung nach dem Brexit:
Neue Möglichkeiten nach dem Haager Anerkennungs- und Vollstreckungsübereinkommen

Mit dem Beitritt des Vereinigten Königreichs zum Haager Anerkennungs- und Vollstreckungsübereinkommen gewinnt die grenzüberschreitende Durchsetzung von Urteilen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union deutlich an Rechtssicherheit. Das Übereinkommen schließt eine zentrale Lücke, die seit dem Brexit im internationalen Rechtsverkehr bestanden hat, und erleichtert Unternehmen die Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen. Gleichzeitig wirft die praktische Anwendung neue Auslegungsfragen auf, deren Beantwortung die Rechtsprechung in den kommenden Jahren prägen wird. Ein wichtiger Schritt hin zu mehr Planungs- und Rechtssicherheit im Wirtschaftsverkehr zwischen beiden Rechtsräumen. Weiter zum vollständigen Artikel von Dr. Andrea Leufgen & Dr. Florian Wagner
(Gleiss Lutz).

10 Jahre nach dem Brexit-Referendum – eine Bestandsaufnahme

Fünf Jahre nach dem Brexit haben sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union auf neue Rahmenbedingungen eingestellt. Während Zollfreiheit für viele Waren weiterhin besteht, prägen neue Einreise-, Dienstleistungs- und Marktzugangsregeln den Geschäftsalltag von Unternehmen. Gleichzeitig zeichnen sich in wichtigen Bereichen wie Agrarhandel, Klimapolitik und Regulierung erste Schritte einer stärkeren Zusammenarbeit ab. Der Beitrag beleuchtet, welche Hürden bestehen bleiben, wo neue Chancen entstehen und worauf Unternehmen im Handel mit dem Vereinigten Königreich besonders achten sollten. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel von Stefanie Eich & Karl-Martin Fischer (Germany Trade & Invest).

Exportnation ohne Datengrenzen?
Warum Deutschland Gefahr läuft, bei der Digitalisierung des Außenhandels abgehängt zu werden

„Made in Germany“ steht seit Jahrzehnten für Qualität, Innovation und wirtschaftliche Stärke – doch im digitalen Zeitalter entscheidet zunehmend auch die Kontrolle über Daten, Standards und Handelsplattformen über internationale Wettbewerbsfähigkeit. Während andere Staaten den digitalen Außenhandel konsequent vorantreiben, bleibt Deutschland bei der Digitalisierung zentraler Handelsprozesse hinter seinen Möglichkeiten zurück. Noch immer werden viele Dokumente papierbasiert abgewickelt, obwohl Warenströme längst digital gesteuert werden. Der internationale Wettbewerb um die digitale Infrastruktur des Welthandels macht deutlich: Die Transformation des Außenhandels ist nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern auch der wirtschaftlichen Souveränität und Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland. Weiter zum vollständigen Artikel von Urs Kern (Enigio).

Rechenzentren als "Infrastruktur der Zukunft":
Schlüsseltrends und M&A-Dynamiken bei Investments in Rechenzentren

​Rechenzentren haben sich zu einer der gefragtesten Infrastrukturklassen der digitalen Wirtschaft entwickelt. Getrieben von Künstlicher Intelligenz, Cloud-Computing und datenintensiven Anwendungen steigt der Bedarf an leistungsfähigen und energieeffizienten Kapazitäten weltweit rasant. Gleichzeitig prägen regulatorische Anforderungen, Energieverfügbarkeit und komplexe technische Abhängigkeiten zunehmend die Investitions- und Transaktionspraxis. Wer in diesen Markt investiert, muss nicht nur die Wachstumspotenziale verstehen, sondern auch die rechtlichen, operativen und strategischen Risiken entlang des gesamten Lebenszyklus eines Rechenzentrums im Blick behalten. Weiter zum vollständigen Artikel von Marina Arntzen, LL.M., Karen Kelat & Lea Kießling
(Ashurst).

Patente und Streitbeilegung:
Schiedsverfahren, staatliche Gerichte und das Einheitliche Patentgericht – die Qual der Wahl?

Patente sind ein zentraler Bestandteil internationaler Innovations- und Technologiemärkte – zugleich stellen sie Unternehmen bei grenzüberschreitenden Streitigkeiten vor besondere Herausforderungen. Schiedsverfahren gewinnen in diesem Umfeld zunehmend an Bedeutung, da sie Vertraulichkeit, technische Expertise und eine internationale Vollstreckbarkeit von Entscheidungen ermöglichen. Dennoch stößt die Schiedsgerichtsbarkeit dort an Grenzen, wo Fragen der Patentgültigkeit mit Wirkung gegenüber Dritten zu klären sind. Die Wahl des richtigen Forums wird damit zu einer strategischen Entscheidung, die maßgeblich über Effizienz, Rechtssicherheit und den Schutz wertvoller Innovationsgüter entscheidet. Weiter zum vollständigen Artikel von Dr. Jonas Pust & Dr. Elke Umbeck
(HEUKING).

Konflikte früh lösen statt später prozessieren: Präventive Streitbeilegung auf internationalen Bauprojekten – Mediation, Adjudication und Dispute Boards

Konflikte gehören bei großen Bau- und Infrastrukturprojekten nahezu zwangsläufig zum Projektalltag. Um Verzögerungen, Kostensteigerungen und langwierige Gerichtsverfahren zu vermeiden, gewinnen projektbegleitende Streitbeilegungsmechanismen international zunehmend an Bedeutung. Verfahren wie Adjudikation, Dispute Boards oder Mediation ermöglichen es, Streitfragen bereits während der Bauausführung zeitnah und praxisnah zu lösen. Internationale Erfahrungen zeigen, dass die Wirksamkeit solcher Instrumente maßgeblich von der Projektstruktur, der Vertragsgestaltung und dem rechtlichen Umfeld abhängt. Angesichts wachsender Infrastrukturvorhaben und langer Verfahrensdauern rückt auch in Deutschland die Frage nach effizienteren Wegen der Konfliktlösung zunehmend in den Fokus. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel von Thorsten Schröter
(HOCHTIEF Infrastructure GmbH).

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