Zusätzlichen Druck auf die globalen Ernährungssysteme könnten mögliche neue El-Niño-Bedingungen ausüben. Die Auswirkungen könnten sich in den kommenden Monaten unter anderem in geringeren Ernten, knapperen Lieferungen und steigenden Lebensmittelpreisen zeigen. Die ICC spricht sich daher für frühzeitige und koordinierte Maßnahmen zur Sicherung der Handelsströme aus.
Als Beispiel für die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit verwies Denton auf die Schwarzmeer-Getreideinitiative von 2022, bei deren Unterstützung die ICC als Mitglied der UN Global Crisis Response Group mitwirkte. Über den humanitären Seekorridor konnten nahezu 33 Millionen Tonnen Getreide und Lebensmittel auf die Weltmärkte gelangen. Die Initiative trug dazu bei, Märkte zu stabilisieren und die Versorgung mit Lebensmitteln und humanitärer Hilfe zu sichern.
Nach Angaben des ICC-Netzwerks in der Ukraine besteht aktuell dringender Handlungsbedarf, um den Getreideexport wieder aufzunehmen, bevor die Lagerkapazitäten in den kommenden Wochen erreicht werden. Die ICC steht bereit, gemeinsam mit internationalen Partnern an einer kommerziell und operativ umsetzbaren Lösung für die Wiederaufnahme der Exporte über das Schwarze Meer zu arbeiten.
Die Erfahrungen mit der Schwarzmeer-Getreideinitiative zeigen, dass verlässliche Handelswege einen wichtigen Beitrag zur Stabilität globaler Lebensmittelmärkte leisten können. Aus Sicht der ICC kommt es daher darauf an, internationale Zusammenarbeit und praktische Lösungen frühzeitig zusammenzubringen, um Versorgungsengpässe zu vermeiden und die globale Ernährungssicherheit zu stärken.
Die vollständige Rede von ICC-Generalsekretär John W. H. Denton AO finden Sie hier.