KI auf dem Vormarsch – China im internationalen Vergleich vorne
Im globalen KI-Wettbewerb sehen 50 Prozent der befragten Handelskammern China an der Spitze, gegenüber 38 Prozent für die USA. Bemerkenswert ist, dass selbst unter den nordamerikanischen Handelskammern 49 Prozent China als führend einschätzen und nur 31 Prozent die USA. Auch der Einsatz künstlicher Intelligenz nimmt weltweit deutlich zu. Während 2024 nur zwölf Prozent der befragten Handelskammern eine breite KI-Nutzung über verschiedene Branchen hinweg beobachteten, waren es 2026 bereits 32 Prozent. Rund 90 Prozent erwarten Produktivitätssteigerungen durch KI. Gleichzeitig rechnet jede zweite Handelskammer damit, dass KI-Arbeitsplätze im Büro- und Verwaltungsbereich reduzieren wird.
Geschäftsaussichten trotz Unsicherheiten überwiegend positiv
Trotz der geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen hellen sich die Geschäftserwartungen auf. In 62 Prozent der durch die Umfrage erfassten Länder erwarten die dort befragten Handelskammern eine steigende Geschäftstätigkeit in den kommenden zwölf Monaten. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei rund 50 Prozent.
Handelskonflikte verändern Unternehmensstrategien
Geopolitische Spannungen zählen für 70 Prozent der befragten Handelskammern zu den größten wirtschaftlichen Herausforderungen. In 61 Prozent der durch die Umfrage erfassten Länder wirkt sich das internationale Handelsumfeld nach Einschätzung der dort befragten Kammern negativ auf die Geschäftstätigkeit aus. Unternehmen reagieren darauf vor allem mit einer breiteren Aufstellung ihrer internationalen Handelsbeziehungen. 73 Prozent der befragten Handelskammern beobachten eine Diversifizierung der Exportmärkte, 64 Prozent die Suche nach alternativen Lieferanten. Gegenüber dem Vorjahr hat der Anteil der Kammern, die alternative Lieferanten als Unternehmensstrategie nennen, um 17 Prozentpunkte zugenommen, während der Anteil, der Standortverlagerungen nennt, um 15 Prozentpunkte zurückgegangen ist.
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie Unternehmen auf ein unsicheres internationales Umfeld reagieren: Sie diversifizieren ihre Handelsbeziehungen, stärken die Widerstandsfähigkeit ihrer Lieferketten und setzen verstärkt auf neue Technologien. Verlässliche handelspolitische Rahmenbedingungen und internationale Zusammenarbeit bleiben dabei von zentraler Bedeutung.
Zum vollständigen Bericht: https://iccwbo.org/chamberpulse .