Die Neuausrichtung wurde vom Governance Board der DSI beschlossen, dem die Internationale Handelskammer (ICC), die Asian Development Bank (ADB), die World Customs Organization (WCO) und das Sekretariat der World Trade Organization (WTO) angehören.
Künftig sollen drei Beratungsgremien enger zusammenarbeiten:
- Das Industry Advisory Board (IAB) bringt Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Lieferkette zusammen und soll grundlegende Anforderungen an Standards, Vertrauen und digitale Identitäten definieren.
- Das Technology Advisory Board (TAB) bindet Technologieanbieter ein und soll einen gemeinsamen Ansatz für die Nutzung, den Austausch und die Interoperabilität digitaler Handelsdokumente entlang der gesamten Lieferkette entwickeln.
- Das Standards Advisory Board (SAB) bringt Organisationen zusammen, die Standards, Spezifikationen und Datenmodelle für den Handel entwickeln, mit dem Ziel, die Interoperabilität zwischen Handelsdokumenten und Datenstandards zu verbessern.
Nach Angaben der DSI soll die neue Struktur dazu beitragen, unterschiedliche digitale Handelslösungen besser miteinander zu verbinden und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu digitalisierten Handelsprozessen zu erleichtern.
Die laufende Arbeit des Legal Reform Advisory Board (LRAB) wird durch die angekündigte Neuausrichtung nicht berührt. Die DSI betont, dass rechtliche Reformen weiterhin eine zentrale Voraussetzung für digitalen Handel sind und durch technische sowie standardbezogene Arbeiten ergänzt werden müssen.
Ziel der Initiative bleibt ein digitalisiertes und interoperables Handelsökosystem bis 2030.
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