Der Aufruf fordert die WTO-Mitgliedstaaten auf, eine klare Reformagenda zu verabschieden, die die Handlungs-, Verhandlungs- und Streitbeilegungsfähigkeit der Organisation wiederherstellt. Ziel müsse es sein, das multilaterale Handelssystem zu stabilisieren und an die wirtschaftlichen und technologischen Realitäten des 21. Jahrhunderts anzupassen.

Dr. Holger Bingmann, Präsident von ICC Germany, betont: „Ein funktionierendes multilaterales Handelssystem ist Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Stabilität und Wachstum – gerade für eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Deutschland. Unternehmen brauchen wieder international verlässliche Regeln.“

Warum MC14 ein Wendepunkt sein muss

Die wachsende Zahl regionaler und bilateraler Abkommen führt zu einer zunehmend fragmentierten Regelungslandschaft. Hinzu kommen einseitige Zollerhöhungen, extraterritoriale Sanktionsregime, industriepolitische Subventionsprogramme und weitere transaktionale Maßnahmen. Diese erhöhen Unsicherheiten und Compliance-Kosten – besonders für kleine und mittlere Unternehmen.

Ein leistungsfähiges multilaterales System reduziert Komplexität, sichert gleiche Wettbewerbsbedingungen und stärkt Investitionssicherheit. Die Verlängerung des E-Commerce-Moratoriums wäre ein unmittelbar wirksames Vertrauenssignal. Eine Nichtverlängerung würde digitale Geschäftsmodelle und grenzüberschreitende Dienstleistungen spürbar belasten.

Oliver Wieck, Generalsekretär von ICC Germany: „Die Verlängerung des E-Commerce-Moratoriums ist ein pragmatischer und sofort umsetzbarer Schritt. Digitale Wertschöpfungsketten und grenzüberschreitende Dienstleistungen dürfen nicht durch neue Zölle belastet werden. Planungssicherheit im digitalen Handel ist heute ein Standortfaktor.“

Das vollständige Global Business Statement sowie die Liste der Unterzeichner finden Sie hier.

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Dr. Birte Grages

Tel. +49 (0) 30 - 200 7363 20

Birte.Grages[at]iccgermany.de