Seit dem 6. November findet die UN-Klimakonferenz COP27 in Ägypten statt. ICC, als Vertreter der globalen Wirtschaft vor Ort, hatte bereits im Vorfeld an die Regierungen appelliert, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, die Welt auf den 1,5°C-Pfad zu bringen und die Wirtschaft entsprechend einzubeziehen. Konkret fordert die ICC u.a. glaubwürdigere nationale Beiträge (Nationally Determined Contributions (NDCs)), ein Einlösen der Zusage der Industrieländer, 100 Milliarden US-Dollar zur Klimafinanzierung in Entwicklungs- und Schwellenländern zu mobilisieren, sowie alles zu tun, damit die Mechanismen nach Artikel 6, inkl. der Vereinbarung über den internationalen Emissionshandel, umgesetzt werden können. Eine Übersicht der ICC-Position und -Aktivitäten vor Ort finden Sie hier.

Nach den ersten Tagen der Konferenz zeichnet sich jedoch im Gegenteil ein möglicher Rückschritt bei bereits bestehenden Klimaschutzverpflichtungen ab. Vor diesem Hintergrund wendet ICC-Generalsekretär John Denton sich in einem Schreiben eindringlich an die Delegationsleiter:innen und fordert, keine kurzsichtigen Entscheidungen zu treffen: Die derzeitigen Krisen dürften nicht als Vorwand dafür benutzt werden, ehrgeizige Klimaschutzpläne aufzugeben. Vielmehr müssten sie als Weckruf dafür dienen, durch international abgestimmte Maßnahmen mehr Resilienz für die Zukunft zu schaffen. Die globale Wirtschaft stehe entschlossen und uneingeschränkt hinter dem Ziel, Netto-Null-Emissionen bis 2050 zu erreichen und den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen. Dafür brauche es wirksame und koordinierte Rahmenbedingungen seitens der Politik.

Das Schreiben von ICC-Generalsekretär John Denton AO finden Sie hier zum Download.

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