Kurz vor dem Treffen der G20-Finanzminister am 9./10. Juli 2021 betont ICC-Generalsekretär John W.H. Denton AO: „Die Finanzminister gehen ein enormes Risiko für ihre eigene Volkswirtschaften ein, wenn sie keine konzertierte Aktion zur Impfung in allen Teilen der Welt starten, um das Virus unter Kontrolle zu bringen. Während sich die Nachfrage in vielen westlichen Volkswirtschaften erholt, beobachten wir aktuell Versorgungsengpässe in vielen wichtigen Sektoren, die das Wachstum hemmen und zu einem besorgniserregenden Anstieg der Inflation führen“.

„Ein guter Anfang wäre eine Zusage der G20 zur Bereitstellung von Finanzmitteln, um die Produktionskapazitäten für Impfstoffe weiter auszubauen und ihre Bereitstellung in Entwicklungsländern zu beschleunigen“, sagt John Denton. Der IWF schätzt, dass dafür 50 Milliarden US-Dollar erforderlich sind.

Die ICC fordert die G20 außerdem auf,  die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Erholung der Schwellenländer zu schaffen. Dazu gehörten auch kurzfristige Liquiditätshilfen und längerfristig der Erlass von Schulden. „Das Thema Staatsverschuldung mag in den letzten Monaten aus den Schlagzeilen verschwunden sein, aber es wäre ein Fehler, wenn die G20 in ihren Bemühungen nachlässt, eine möglicherweise ansteckende Finanzkrise in den Schwellenländern abzuwenden. Die größten Volkswirtschaften der Welt müssen präventiv gegen die Verschuldung vorgehen, um die Grundlagen für eine dauerhafte Erholung von der Pandemie in den kommenden Jahren zu schaffen.“

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