Die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele bis 2030 und des Pariser Klimaabkommens ist zu einem wichtigen strategischen Thema von Finanzinstitutionen auf der ganzen Welt geworden. Innovationen und neue Produkte zielen darauf ab, Kapital in Projekte zu lenken, die positive ökologische und soziale Auswirkungen haben.

Obwohl das jährliche Handelsfinanzierungsvolumen vergleichbar ist mit dem Volumen der finanziellen Entwicklungshilfe, können aktuell lediglich 20 % aller Handelsfinanzierungen als nachhaltig eingestuft werden. Mit Unterstützung der Rockefeller Foundation und 16 führenden Privatbanken untersuchte die ICC, wie der 700 Milliarden US-Dollar schwere Sektor der Handelsfinanzierung seinen Beitrag zur Nachhaltigkeitsagenda deutlich erhöhen kann.

Nach Abschluss einer sechsmonatigen Konsultation von über 500 Marktteilnehmern – unter anderem Exportkreditagenturen, Regierungsbehörden, Privatbanken, Käufern, Exporteuren, Branchenverbänden und der Zivilgesellschaft – werden in dem Weißbuch Finanzierungsinstrumente und Empfehlungen an die Politik vorgestellt, die die Finanzierung eines nachhaltigen globalen Handels erleichtern sollen.

Das Weißbuch empfiehlt u.a.:

– Abstimmung eines „gesamtstaatlichen“ Ansatzes zwischen ECAs, bilateralen Entwicklungsbanken und inländischen Finanzierungsinitiativen zur Finanzierung der globalen Nachhaltigkeitsverpflichtungen,

– Ausbau der Unterstützung innovativer Instrumente der Handelsfinanzierung, einschließlich des Einsatzes von Mischfinanzierungsstrukturen für Investitionen, die zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele erforderlich sind,

– Überprüfung und Überarbeitung des OECD-Rahmens für die Tätigkeit von ECAs, um mehr Flexibilität und Anreize für Transaktionen zu schaffen, die die globalen Nachhaltigkeitsziele unterstützen.

Das vollständige Weißbuch finden Sie hier.

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Ansprechpartner
Dr. Katrin Rupprecht

Tel. +49 (0) 30 - 200 7363 20

katrin.rupprecht@iccgermany.de