Die Internationale Handelskammer (ICC) ist besorgt über die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die internationale Handelsfinanzierung. Mögliche Verwerfungen könnten negative Auswirkungen auf die globalen Handelsströme und die Finanzierung von KMUs haben. ICC und Banken haben kurzfristig eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, um Störungen bei der Abwicklung von Finanztransaktionen zu begrenzen. Gefordert werden zusätzliche staatliche Maßnahmen, die einen sofortigen Übergang zum papierlosen Handel ermöglichen.

Die ICC fordert Regierungen auf, alle bestehenden gesetzlichen Verbote zur Verwendung elektronischer Handelsdokumente sofort aufzuheben. Multilateral abgestimmte internationale Regeln wie u.a.  das UNCITRAL-Modelgesetz zum elektronischen Handel könnten kurzfristig in nationale Gesetze übernommen werden, um den Banken Rechtsklarheit und Sicherheit bei der Finanzierung von Handelsgeschäften zu geben.

Schätzungsweise 15% aller Außenhandelsgeschäftsgeschäfte oder Geschäfte mit einem Volumen von zwei Billion US-Dollar werden mit Akkreditiven und verwandten Produkten abgesichert, die die Banken nach den ICC-Regeln abwickeln. Das Geld darf durch die Banken erst ausgezahlt werden, wenn alle notwendigen Dokumente vorliegen. Das Dokumentenakkreditivgeschäft gilt als sicheres, verlässliches Finanzierungsinstrument, nicht zuletzt dadurch, dass papierbasierte Dokumente die Abwicklung physisch und rechtssicher unterstützen.

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Dr. Katrin Rupprecht

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katrin.rupprecht@iccgermany.de